Windpocken Komplikationen

Bei Kindern ist normalerweise nicht mit Komplikationen zu rechnen, da die Windpocken selbständig und ohne Folgeschäden innert 5 – 10 Tagen wieder abheilen.

Erwachsene können allerdings als Folgekrankheit Gürtelrose erhalten, da die Erreger im Körper bleiben und Jahre später wieder erwachen können. In vereinzelten Fällen können grössere Komplikationen auftreten. Einem höheren Risiko ausgesetzt sind vor allem schwangere Frauen, Neugeborene, Menschen aus südländischen Regionen, sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Diese sollten verstärkt auf Anzeichen folgender Komplikationen achten:

  • Infektion mit Bakterien
    Eine der häufigsten Komplikationen ist, dass Bakterien in die Wunden eindringen und eitrige Entzündungen bis hin zu Abszessen auslösen, die unter Narbenbildung abheilen können. Kratzen sollte unbedingt vermieden werden. Abhilfe schaffen kurze Fingernägel und juckreizmindernde Präparate.
  • Lungenentzündung
    Vor allem schwangere Frauen, die an Windpocken erkranken sind für eine Lungenentzündung gefährdet. Es handelt sich hierbei um eine Varizellenpneumonie und bei erschwerter Atmung oder Auswurf sollte schnellst möglich ein Arzt aufgesucht werden. Bei Schwangeren besteht ausserdem das Risiko einer Übertragung auf das Kind.
  • Hirnhautentzündung
    In seltenen Fällen kann es zu einer Reizung der Hirnhaut kommen, die Koordinationsstörungen verursachen kann. Diese Komplikation verläuft in der Regel gutartig, sodass nicht mit bleibenden Schäden gerechnet werden muss. In sehr seltenen Fällen kann eine Hirnhautentzündung oder das lebensbedrohliche Reye-Syndrom auftreten. Symptomen wie Bewusstseinsstörungen, hohes Fieber, Erbrechen oder Schmerzen bei bestimmten Kopfbewegungen können auf eine solche neurologische Komplikation hinweisen.