Windpocken Symptome

Die Symptome von Windpocken ähneln denen einer Erkältung oder einer Grippe. Typisch für die Krankheit sind eine erhöhte Körpertemperatur, Fieber, ein generelles Krankheitsgefühl und Müdigkeit. Markant dabei ist ein stark juckender, rötlicher Hautausschlag, der sich vor allem am Rumpf und im Gesicht ausbreitet. Anfangs enstehen kleine rote Flecken, diese verwandeln sich dann in mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die dann aufbrechen und verkrusten. Sobald das letzte Bläschen verkrustet und ausgetrocknet ist und keine neuen Bläschen mehr hervorkommen, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Die Krankheit ist im Normalfall nach ca. 5 – 10 Tagen überstanden. Die Heilung läuft bei Kindern meist ohne Komplikationen und ohne Folgeschäden ab. Der Erreger verbleibt jedoch im Körper und kann Jahre später ein Auslöser für Gürtelrose als Folgekrankheit sein.

Windpocken bei Kindern

Ein Grossteil der Kinder im Alter zwischen 2 – 6 Jahren erkrankt an Windpocken. Diese heilen in den meisten Fällen nach 5 – 10 Tagen jedoch ohne Komplikationen und ohne Folgeschäden wieder ab. Meist tritt zu beginn vorübergehendes leichtes Fieber in Kombination mit Kopf- und Gliederschmerzen auf. Darauf folgt der typisch rote Hautausschlag, der mit einem starken Juckreiz einhergeht. Die einzelnen “Pocken” beginnen als rötliche Flecken, die sich dann in mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen verwandeln, aufbrechen und schliesslich verkrusten. Weil die Entzündungen nicht alle gleichzeitig entstehen und diese verschiedenen Stadien daher gleichzeitig auftreten, spricht man oft auch von einem Sternenhimmel. Der Ausschlag breitet sich meistens zuerst am Rumpf, im Gesicht und auf der Kopfhaut aus. Arme und Beinen, sowie Schleimhäute wie z.B. Gaumen, Nase, Augen, After und Genitalien folgen oft. Nach überstandener Erkrankung sind die Kinder immun gegen eine erneute Ansteckung, da ihr Körper nun Antikörper gegen das Virus gebildet hat.

Windpocken bei Erwachsenen

Erwachsene erkranken nur selten an Windpocken, da die meisten die Krankheit schon als Kind durchgemacht und daher Antikörper gegen das Virus im Blut haben. Falls doch, ist der Verlauf jedoch oft schwerer und auch Komplikationen sind häufiger anzutreffen als bei Kindern. Erwachsene leiden häufig unter einem stärkeren Krankheitsgefühl. Fieber von über 40 °C ist möglich und juckende “Pocken” können während einem Zeitraum von bis zu 4 Wochen bestehen bleiben. Ein besonderes Augenmerk muss auf Anzeichen von Komplikationen gelegt werden. Möglich sind eine Lungenentzündung, Magen-Darm-Komplikationen, bis hin zu einer Hirnhautentzündung.

Weitere Informationen zu den Komplikationen

Windpocken in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft treten Infizierungen mit Windpocken nur sehr selten auf. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dass die Mutter die Windpocken auf das ungeborene Kind überträgt. Meist verläuft die Erkrankung ohne Probleme, doch treten auch schwere Verläufe auf, die zu Schweren Infektionen, Fehlgeburten bis hin zu Totgeburten führen können. Es muss auf jeden Fall umgehen ein Arzt informiert werden, die Gefahr ist auch vom Zeitpunkt der Ansteckung abhängig.

Windpocken bei Ungeborenen

Steckt sich eine schwangere Frau während den ersten zwei Dritteln mit Windpocken an, kann es zu Schäden am Kind in Form eines angeborenen Varizellensyndrom kommen. Auch wenn dieses selten ist, ist sehr gefährlich, denn fast jedes zweite betroffenen Kind stirbt an den Folgen. Bei Erkranknungen des Kindes bis zum 12. Lebenstag spricht man vom Neugeborenen-Windpocken. Diese treten auf wenn die Mutter vier Tage vor bis 2 Tage nach der Geburt an Windpocken erkrankt. Auch diese Erkrankung ist selten, doch sehr Gefährlich. Jedes dritte Kind stirbt daran. Zwischen der 24. Schwangerschaftswoche bis 5. Tage vor der Geburt bildet die Mutter Antikörper, das heisst während dieser Zeit ist das Kind vor einer Ansteckung geschützt, Folgeschäden sind daher während dieser Periode keine zu erwarten.

  • Angeborenes Varizellensyndrom (fetales oder kongenitales Varizellensyndrom, CVS)
    Das grösste Risiko für das ungeborene Kind besteht zwischen der 9. bis 20. Schwangerschaftswoche. Danach sinkt die Gefahr für Schädigungen des Kindes langsam ab. Diese Erkrankung ist sehr selten, doch ist höchste Vorsicht geboten. Jedes zweite daran erkrankte Kind stirbt an den Folgen.
  • Neugeborenen-Windpocken (konnatale Varizellen)
    Steckt sich die Mutter 5 Tage vor bis 2 Tage nach der Geburt mit Windpocken an, kann sich das Kind ebenfalls anstecken. Das Risiko für diese Erkrankung ist klein doch sollte es unbedingt ernst genommen werden, da jedes 3. daran erkrankte Kind an den Folgen stirbt.