Windpocken Vorbeugen

Kontakt mit Infizierten meiden

An Windpocken erkrankte Kinder sollten auf jeden Fall zuhause bleiben und nicht mehr in die Schule oder in den Kindergarten geschickt werden. Denn die Krankheit ist hochansteckend und die Erreger verbreiten sich durch die Luft und steckend so weitere Kinder an. Erst wenn nach ca. 5 – 10 Tagen alle Bläschen verkrustet und ausgetrocknet sind, ist die Krankheit nicht mehr ansteckend. Kinder und Erwachsene die bereits schon an Windpocken erkrankt waren, sind im Normalfall immun gegen den Erreger und können daher problemlos mit erkrankten Menschen Kontakt haben.

Impfen lassen

Eine Impfung empfiehlt sich vor allem für Jugendliche und Erwachsene, die noch nicht an Windpocken erkrankt sind. Die Impfung schützt vor dem Varizella-Zoster-Virus (VZV) und beugt dadurch schwere Komplikationen wie eine Lungen- oder Hirnhautentzündung vor. Gerade schwangere Frauen, Neugeborene und Personen mit geschwächtem Immunsystem sind einem erhöhten Risiko für schwere Komplikationen ausgesetzt.

Wann ist eine Impfung sinnvoll?

Auch wenn Windpocken in den meisten Fällen harmlos verlaufen kann eine präventive Impfung unter Umständen dennoch sinnvoll sein. Jede Erkrankung bietet das Risiko von schweren Komplikationen. Vor allem schwangere Frauen, Neugeborene, Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Personen aus südlichen Ländern zählen zu der Risikogruppe an schweren Verläufen zu leiden. Verbreitet sind Infizierungen der Wunden mit Bakterien, Lungenentzündungen, bis hin zu Hirnhautentzündungen in seltenen Fällen.

Weitere Informationen zu den Komplikationen

Wie läuft die Impfung ab?

Der Windpocken-Impfstoff enthält den Erreger in abgeschwächter Form, sodass er die Krankheit nicht mehr auslösen aber das Immunsystem trotzdem anregen kann. Der Körper bildet dadurch Abwehrstoffe bildet eine Immunität. Für eine dauerhaft Immunität sind zwei Impfung notwendig:

  1. Im Alter zwischen 11 und 14 Monaten wird die erste Impfung gegeben. Dies wird meist mit einer Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln kombiniert, die sogenannte MMR-Impfung.
  2. Im Alter zwischen 15 – 23 Monaten erfolgt die zweite Impfung. Es sollten allerdings mindestens 4 – 6 Monate seit der letzen Impfung vergangen sein.

Hat die Impfung Nebenwirkungen?

Die Windpocken-Impfung läuft im Normalfall problemlos ab. Vorübergehende, kleinere Reaktionen wie z.B. Hautrötungen, Schwellungen oder Schmerzen im Bereich der Einstichstelle sind jedoch möglich. Allergische Reaktionen treten nur sehr selten auf.

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